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Zwei Werkzeuge, zwei Zeitdimensionen

Amazon Marketing Cloud (AMC) und Amazon Marketing Stream (AMS) ergänzen sich, lösen aber unterschiedliche Fragen. AMC liefert pseudonymisierte Cross-Channel-Analysen in einer Clean-Room-Umgebung als SQL-Chargen mit bis zu 12,5 Monaten Lookback. AMS liefert einen Event-Stream einzelner Kampagnen-Ereignisse nahezu in Echtzeit für taktische Entscheidungen wie Dayparting und Gebotsanpassungen.

Vergleich auf einen Blick

Vergleich auf einen Blick
Achse AMC AMS
Datenmodell Cloud-Clean-Room mit pseudonymisierten Signalen und SQL-Aggregationen. Event-Stream von Werbe- und Traffic-Ereignissen einzelner Kampagnen.
Latenz Chargenweise Verarbeitung mit bis zu ~12,5 Monaten Lookback. Near-Realtime (Minutenbereich), kurzes Zeitfenster pro Event.
Zugriff SQL-Abfragen in der AMC-Konsole (DSP-MSA vorausgesetzt). Push-API in eigenes AWS-Konto (SQS oder Kinesis Data Firehose)
Typischer Use Case Cross-Channel-Attribution, Audience-Building, Path-to-Purchase. Dayparting, automatisierte Gebotsanpassungen, Echtzeit-Alerts.
Datenschutz Mindestens 100 Nutzer pro Aggregation, keine PII-Ebene. Auf Kampagnen- und Event-Ebene, keine Nutzerprofile.
Komplementarität Strategische Analyse + Audience-Aktivierung im DSP. Taktische, zeitnahe Reaktion auf laufende Kampagnen.

Wann welches Tool?

Wenn du verstehen willst, welche Kanäle und Pfade zum Kauf beigetragen haben, starte in AMC. Wenn eine Kampagne live läuft und du auf Stunden-Ebene reagieren willst, nutze AMS. Beide Datenflüsse schließen sich nicht aus: AMS-Events lassen sich in AMC importieren und dort mit Audience-Building weiterverarbeiten.