AMC-API-Migration: von den Instance-Level-APIs zur Amazon Ads API
Kurz gesagt: Die AMC-Instance-Level-APIs wurden am 1. August 2024 offiziell abgeschaltet und liefern Fehler 410. Wer AMC per API nutzt, braucht stattdessen die AMC-APIs der Amazon Ads API mit OAuth 2.0, ein Login-with-Amazon-Profil, freigegebenen API-Zugang und eine angepasste S3-Bucket-Policy für die Zustellung der Ergebnisse.
Der Stand
Die Instance-Level-APIs sind seit dem 1. August 2024 offiziell eingestellt; ein Aufruf kann einen 410-Fehler liefern. Die neuen AMC-APIs laufen auf der Amazon Ads API, nutzen den OAuth-2.0-Standard und eine einheitliche Basis-URL. Mehrere Nutzer und Partner können gleichzeitig auf eine Instanz zugreifen, was Agenturen mit vielen Instanzen hilft.
Wenn Sie nur den Fehler suchen: Unsere Fehlerseite zu HTTP 410 erklärt die Ursache.
Migrations-Checkliste
- Amazon-Developer-Konto mit der E-Mail-Adresse anlegen, die Sie für die Amazon-Ads-Konsole nutzen. Nur der ursprüngliche Ersteller des Kontos kann das Onboarding abschließen.
- Unter Login with Amazon ein Security Profile anlegen (Name, Beschreibung, URL der Datenschutzerklärung) und unter Web Settings die erlaubte Rückgabe-URL eintragen.
- API-Zugang beantragen, als Partner oder als direkter Advertiser. Die Freigabe dauert laut Amazon bis zu einem Werktag. Amazon vergibt pro Unternehmen eine einzige Client-ID.
- Den Zugang der Login-with-Amazon-Anwendung zuweisen. Für die meisten Aufrufe brauchen Sie den Scope
advertising::campaign_management. Für Advertiser-Audiences und Advertiser-Data-Upload ist zusätzlich Data-Provider-Zugang nötig, der den Scopeadvertising::audiencesliefert. - Autorisierungs-URL erzeugen, Code erhalten (einmalig, laut Amazon 5 Minuten gültig) und per
grant_type=authorization_codegegen Access- und Refresh-Token tauschen. - Die Bucket-Policy Ihres Ergebnis-Buckets anpassen (siehe unten).
S3-Bucket-Policy für Ergebnisse
Ergebnisse einer Ausführung (POST /amc/reporting/{instanceId}/workflowExecutions) holen Sie entweder über eine vorsignierte URL oder aus dem S3-Bucket, den Sie bei der Instanz hinterlegt haben. Damit die Zustellung nach der Migration weiterläuft, muss die IAM-Policy des Buckets dem Amazon-Konto 811639200769 die Aktionen s3:PutObject und s3:PutObjectAcl auf arn:aws:s3:::<bucket>/* erlauben. Amazon nannte den 1. Mai 2024 als Frist; ohne die Berechtigung wurden Ergebnisse nicht mehr in den Bucket geliefert.
Advertiser Data Upload: von ADU 1.0 zu ADU 2.0
- Seit der Abschaltung am 1. August 2024 lassen sich mit ADU 1.0 keine Daten mehr hochladen oder abfragen.
- Vorab brauchen Sie den Data-Provider-Scope zusätzlich zu Campaign Management und einen eingerichteten S3-Bucket.
- Datensätze müssen mit
POST /amc/advertiserData/{instanceId}/dataSetsneu angelegt werden, mit einer neuendataSetId(zum Beispielmyfirstdatasetv2stattmyfirstdataset). - ADU-1.0-Datensätze lassen sich über die ADU-2.0-APIs nicht lesen, ändern oder befüllen. Nur die ADU-1.0-Pfade bearbeiten sie weiter.
Schritt für Schritt
- Developer-Konto und Security Profile. Amazon-Developer-Konto anlegen, Login-with-Amazon-Security-Profile erstellen, Rückgabe-URL setzen.
- API-Zugang beantragen. Als Partner oder direkter Advertiser beantragen und dem Profil zuweisen.
- Token holen. Autorisierungs-URL öffnen, Code kopieren und gegen Access- und Refresh-Token tauschen.
- Bucket-Policy anpassen. Dem Amazon-Konto
s3:PutObjectunds3:PutObjectAclauf Ihrem Ergebnis-Bucket erlauben. - ADU-Datensätze neu anlegen. Datensätze mit neuer
dataSetIdüber die ADU-2.0-API erstellen und Daten neu hochladen.
Häufige Fragen
Wie lange sind die Instance-Level-APIs noch erreichbar?
Gar nicht mehr: Sie wurden am 1. August 2024 offiziell abgeschaltet. Aufrufe können 410-Fehler liefern.